Die Orchestergemeinschaft Seepark veranstaltete gemeinsam mit dem diesjährigen Gastorchester, dem Musikverein Umkirch, das „Wertungsspiel und Konzert am Seepark“ im Bürgerhaus Seepark in Freiburg. Im Mittelpunkt des Konzertabends stand das „Wertungsspiel vor Ort“ des Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V. (BDB), das den Konzertbesuchern einen spannenden Einblick in die Welt der musikalischen Wettbewerbe ermöglichte. Bereits ab 18:30 Uhr waren zahlreiche Gäste zum Sektempfang erschienen, bevor das Konzert um 19:30 Uhr begann.

Wertungsspiel vor Ort im ersten Konzertteil

Im ersten Konzertteil präsentierten die über 60 Musiker der Orchestergemeinschaft Seepark die Werke, mit denen das Orchester auch im Juli 2026 beim internationalen „World Music Contest (WMC)“ in Kerkrade (NL) antreten wird. Für das Publikum bedeutete das: ein Konzertabend unter echten Wertungsspiel-Bedingungen – inklusive offizieller Jury vor Ort. Besonders spannend war dabei die aktive Beteiligung der Konzertbesucher. Über einen QR-Code konnten die Zuhörer mit ihrem Smartphone selbst einen originalen Wertungsbogen des BDB ausfüllen und ihre persönliche Einschätzung abgeben. Dadurch entstand neben der offiziellen Jurywertung auch ein interessantes und ehrliches Stimmungsbild aus dem Publikum. Die veröffentlichten Abstimmungsgrafiken zeigen, dass die Werke unterschiedlich wahrgenommen wurden. Vor allem „Music for a Festival“ von Philip Sparke erhielt in vielen Bereichen hohe Bewertungen, während die Rückmeldungen bei einzelnen Kategorien der anderen Werke differenzierter ausfielen. Insgesamt beteiligten sich über 100 Konzertbesucher an der Abstimmung. Auch die offiziellen Wertungsrichter des Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V. (BDB) Dr. Marco Geigges und Johannes Brenke bewerteten den Auftritt der Orchestergemeinschaft Seepark und verliehen dem „Wertungsspiel vor Ort“ das Prädikat „Sehr gut“.

Die Urkunde und die Ergebnisse der Publikumswertung:

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Brasilien trifft Umkirch im zweiten Konzertteil

Einen weiteren besonderen Akzent des Konzertabends setzte der Musikverein Umkirch mit einem sehr umfangreichen und langen zweiten Konzertteil. Das Orchester präsentierte ein stilistisch äußerst breites Programm, das von Swing und Funk über Chanson bis hin zu Latin-Pop reichte. Unter der Leitung seines Dirigenten Frieder Reich, der gleichzeitig besonders humorvoll und ausführlich durch das Programm führte, entwickelte sich ein abwechslungsreicher Konzertblock mit zahlreichen musikalischen Facetten. Die Moderationen boten dem Publikum viele Informationen und persönliche Einblicke in die Stücke. Bereichert wurde das Programm zusätzlich durch eine Sängerin aus Brasilien, die mit ihrer klassisch geprägten Opern-Stimme eigene klangliche Akzente setzte. Besonders bei emotional geprägten Titeln wie “Send in the clowns” kam diese Stimme eindrucksvoll zur Geltung. Gleichzeitig zeigte sich bei einzelnen bekannten Pop- und Swingnummern, wie unterschiedlich musikalische Stilrichtungen und vokale Klangideale miteinander harmonieren können – etwa bei „Feeling Good“, das dadurch eine ganz eigenwillige Interpretation erhielt. Das besondere Format aus Konzert, Wettbewerbssituation und direkter Publikumsbeteiligung sorgte für einen abwechslungsreichen und außergewöhnlichen Konzertabend.